GiroCode scannen – So einfach geht's
Der GiroCode spart beim Überweisen eine Menge Zeit und Nerven: Statt 22-stellige IBANs abzutippen, Beträge zu übertragen und Verwendungszwecke einzugeben, reicht ein kurzer Scan mit der Banking-App. Der gesamte Prozess dauert in der Praxis zwischen 5 und 30 Sekunden – abhängig davon, wie schnell die Kamera den Code erkennt und wie die TAN-Methode konfiguriert ist.
Voraussetzungen
- Banking-App mit integriertem QR-Scanner (die meisten großen deutschen Banken – Details in der Banking-Apps Übersicht)
- Kamera-Berechtigung für die Banking-App im Betriebssystem
- Gültiger GiroCode – ausgedruckt oder auf einem Bildschirm
Wie lange dauert der Prozess?
In der Praxis dauert eine Überweisung via GiroCode etwa:
- 5–10 Sekunden bei Push-TAN oder biometrischer Freigabe
- 20–40 Sekunden bei SMS-TAN oder ChipTAN
Zum Vergleich: Eine manuelle Überweisung (IBAN eintippen, Betrag eingeben, Verwendungszweck) dauert erfahrungsgemäß 1–3 Minuten.
GiroCode scannen mit iPhone (iOS)
Kamera-App vs. Banking-App
Die native iPhone-Kamera (iOS 11+) erkennt QR-Codes und kann den enthaltenen Text anzeigen. Für einen GiroCode reicht das allein jedoch nicht, da die Kamera den EPC-Payload nur als Text anzeigt, aber keine Überweisung auslöst. Du brauchst immer die Banking-App mit integriertem Scanner.
Ausnahme: Einige Banking-Apps auf iOS erlauben es, QR-Codes direkt aus dem Foto-Archiv zu importieren. Das ist praktisch, wenn du eine Rechnung als PDF auf dem iPhone gespeichert hast: Screenshot erstellen, in der Banking-App „Aus Galerie scannen" wählen.
Schritt-für-Schritt Anleitung für iPhone
- Banking-App öffnen und mit Face ID, Touch ID oder PIN anmelden.
- Navigiere zum Bereich „Überweisung" oder „Senden".
- Suche nach einem QR-Code-Symbol oder einer Kamera. Es befindet sich meist oben rechts oder als eigener Button im Formular.
- Beim ersten Start fragt iOS nach der Kamera-Berechtigung. Erteile sie dauerhaft (nicht nur einmal), sonst musst du bei jedem Scan neu bestätigen.
- Halte das iPhone im Querformat oder Hochformat – beide funktionieren. Optimaler Abstand: 15–25 cm vom QR-Code.
- Die App erkennt den Code und zeigt die vorausgefüllte Überweisungan. Prüfe alle Felder.
- Bestätigen mit Face ID, Touch ID oder TAN.
Häufige Probleme auf iOS
- Kamera-Berechtigung verweigert: Einstellungen → Datenschutz → Kamera → Banking-App → „Beim Verwenden der App erlauben".
- Code wird nicht erkannt: Bildschirmhelligkeit erhöhen (bei digitalem Scan), Abstand anpassen, Kameraobjektiv reinigen.
- App-Version veraltet: Im App Store nach Updates suchen. GiroCode-Support wurde bei vielen Apps erst in neueren Versionen eingeführt.
iOS-Version Kompatibilität
Banking-Apps setzen in der Regel eine aktuelle iOS-Version voraus. Ab iOS 15 ist die Kamera-Performance für QR-Code-Scans sehr zuverlässig. Bei iOS 13 oder älter kann es gelegentlich zu langsamerer Erkennung kommen.
GiroCode scannen mit Android
Unterschiede zwischen Android-Versionen
Android ist offener als iOS, was mehr Variabilität bedeutet. Je nach Hersteller und Android-Version unterscheiden sich die Kamera-Apps und Berechtigungsdialoge. Die Banking-App selbst verhält sich jedoch auf allen Android-Geräten ähnlich, da sie den Scanner selbst implementiert.
Samsung vs. Google Pixel vs. andere
- Samsung: Kamera-App unterstützt QR-Codes nativ, Banking-Apps funktionieren zuverlässig. Samsung-spezifische Sicherheits-Features (Knox) können die Banking-App in einer gesicherten Zone ausführen.
- Google Pixel: Sehr gute Kamera-Performance, direktes Android ohne Hersteller-Overlay. Banking-Apps funktionieren optimal.
- Andere Hersteller (Xiaomi, Huawei, OnePlus etc.): Im Wesentlichen identische Funktionalität, aber manchmal abweichende Datenschutzeinstellungen oder App-Berechtigungen, die vorab konfiguriert werden müssen.
Schritt-für-Schritt Anleitung für Android
- Banking-App öffnen und anmelden.
- Im Hauptmenü oder via Navigation „Überweisung" aufrufen.
- QR-Scanner-Symbol antippen – bei Android oft als Kamera-Icon oder QR-Symbol, manchmal über das Drei-Punkte-Menü zugänglich.
- Bei erster Nutzung: Kamera-Berechtigung erteilen. Unter Android kann das in Einstellungen → Apps → [Banking-App] → Berechtigungen nachgeholt werden.
- GiroCode scannen – idealer Abstand 15–30 cm, gute Beleuchtung.
- Felder prüfen, Überweisung mit TAN oder Fingerabdruck bestätigen.
Häufige Probleme auf Android
- Scan-Button nicht auffindbar: Manche Android-Apps verstecken den QR-Scanner hinter einem Menü. Suche unter „Mehr", den drei Punkten oder einem Kamera-Symbol.
- Kamera-Berechtigung fehlt: Einstellungen → Apps → [Banking-App] → Berechtigungen → Kamera aktivieren.
- App vom Hintergrund beendet: Manche Energiesparmodi beenden Apps aggressiv. Banking-App zu den Ausnahmen hinzufügen.
Probleme beim Scannen – Lösungen
QR-Code wird nicht erkannt
Problem: Code zu dunkel / zu hell
Lösung: Bildschirmhelligkeit erhöhen (bei digitalem Scan) oder für bessere Beleuchtung sorgen (bei gedrucktem Code). Glanzpapier vermeiden, da Reflexionen den Scan behindern.
Problem: Falscher Abstand
Lösung: Optimaler Abstand ist 15–30 cm. Zu nah kann dazu führen, dass die Kamera nicht scharf stellen kann; zu weit, dass der Code zu klein wird.
Problem: Kamera schmutzig
Lösung: Kameraobjektiv vorsichtig mit einem weichen Tuch reinigen. Fingerabdrücke auf dem Objektiv verschlechtern die Scanqualität deutlich.
Problem: Code zu klein gedruckt
Lösung: GiroCode neu generieren und auf mindestens 2 × 2 cm (besser 3 × 3 cm) drucken. Unsere Generierung erzeugt hochauflösende Codes.
Falsche Daten werden angezeigt
Wenn nach dem Scan falsche IBAN, falscher Betrag oder falscher Verwendungszweck angezeigt werden:
- GiroCode neu generieren – möglicherweise ist der aktuelle Code fehlerhaft
- IBAN aus einem anderen Dokument überprüfen und vergleichen
- Im Generator alle Felder kontrollieren, besonders das Betragsformat (Punkt, kein Komma)
App stürzt beim Scannen ab
- App-Update: Im App Store / Play Store nach Updates suchen
- App neu installieren: Deinstallieren und neu installieren (Anmeldedaten werden benötigt)
- Gerät neu starten: Manchmal löst ein einfacher Neustart Kamera-Probleme
- Bank kontaktieren: Falls das Problem anhält, beim Kundenservice melden
Qualitätsanforderungen für scannbare GiroCodes
Mindestgröße beim Druck
Der EPC-Standard empfiehlt eine Mindestgröße von 2 × 2 cm für den Druck. Für optimale Ergebnisse wird 3 × 3 cm empfohlen. Kleinere Codes funktionieren bei guten Lichtverhältnissen und hochwertigen Kameras, sind aber risikoreicher.
Druckauflösung
Für scharfe QR-Codes beim Druck werden mindestens 300 DPI (dots per inch) empfohlen. Bei 600 DPI werden Kanten noch schärfer und der Code ist noch zuverlässiger lesbar. Viele Standard-Bürodrucker drucken mit 300–600 DPI – das ist in der Regel ausreichend.
Kontrast: Schwarz auf Weiß
Der QR-Code muss einen ausreichenden Kontrast haben. Optimal ist schwarz auf weißem Hintergrund. Folgendes sollte vermieden werden:
- Farbiger Hintergrund hinter dem QR-Code
- Farbiger QR-Code (grün, blau etc.)
- Textur oder Muster im Hintergrund
- Logo-Überlagerung im QR-Code (auch wenn technisch möglich)
Laminierung und Reflexionen
Laminierte Dokumente können durch Reflexionen die Scanbarkeit beeinträchtigen. Wenn ein QR-Code laminiert werden muss (z. B. für ein dauerhaftes Schild), sollte matte Laminierung verwendet werden, keine Hochglanz-Folie.
Digitale Mindestgröße am Bildschirm
Für digitale GiroCodes (auf Bildschirmen oder in PDFs) gilt: Der Code sollte auf dem normalen Zoom-Level mindestens 100 × 100 Pixel groß sein. Bei Displays mit hoher Auflösung (Retina, 4K) ist die Größe kein Problem, aber bei alten Low-Resolution-Displays oder bei der Verwendung in E-Mails ist auf ausreichende Größe zu achten.
GiroCode digital scannen (Bildschirm)
Das Scannen eines GiroCodes vom Bildschirm – also ein Smartphone vor den Monitor halten – funktioniert in den meisten Fällen sehr gut, hat aber ein paar Eigenheiten:
Funktioniert das?
Ja, in der Regel sehr gut. Moderne Smartphone-Kameras mit gutem Autofokus haben keine Probleme, QR-Codes von Bildschirmen zu lesen. Wichtig ist, dass keine störenden Muster (Moiré-Effekt) durch die unterschiedlichen Pixelgitter von Kamera und Display entstehen.
Optimale Bildschirmhelligkeit
Der Monitor oder das Display, auf dem der QR-Code angezeigt wird, sollte aufmittlerer bis hoher Helligkeit eingestellt sein. Zu dunkel macht den Scan schwieriger, zu hell kann bei spiegelnden Displays Reflexionen erzeugen. 70–80 % Helligkeit ist ein guter Richtwert.
Abstand und Winkel
Halte das Smartphone parallel zum Bildschirm, also nicht schräg. Ein Winkel von mehr als 30° kann dazu führen, dass der QR-Code verzerrt erscheint und nicht mehr korrekt gelesen werden kann. Abstand: 15–30 cm.
Entspiegelung wichtig
Bei spiegelnden Monitoren oder Tablets kann das Reflexionslicht der Kamera-Lampe (Flash-Licht) die Lesbarkeit stören. Flash ausschalten und für gutes Umgebungslicht sorgen – das löst das Problem in den meisten Fällen.
Sicherheitstipps beim Scannen
Daten immer vor Bestätigung prüfen
Die Bequemlichkeit des GiroCodes darf nicht dazu verleiten, die Überweisungsdaten blind zu bestätigen. Prüfe nach jedem Scan:
- Empfängername: Entspricht er dem Rechnungssteller, dem du zahlen möchtest?
- IBAN: Schaue dir zumindest die ersten und letzten 4 Stellenan und vergleiche sie mit der textlichen Angabe auf der Rechnung.
- Betrag: Stimmt er mit dem auf der Rechnung ausgewiesenen Bruttobetrag überein?
- Verwendungszweck: Enthält er die Rechnungsnummer und weitere erwartete Angaben?
Manipulierte QR-Codes erkennen – Quishing
Quishing (QR-Code + Phishing) ist eine aufkommende Betrugsform, bei der Kriminelle legitime QR-Codes durch manipulierte ersetzen. Erkennungszeichen:
- QR-Code als Aufkleber über einem Original-Code (ungewöhnlich glattes Papier, leicht anzuheben)
- Die IBAN nach dem Scan stimmt nicht mit der auf der Rechnung gedruckten IBAN überein
- Der Empfängername nach dem Scan ist unbekannt oder klingt verdächtig
Was tun bei Verdacht?
- Überweisung abbrechen – ohne Bestätigung.
- Rechnungssteller über einen unabhängigen Kanal kontaktieren(z. B. gespeicherte Telefonnummer, nicht die auf der verdächtigen Rechnung).
- Bei bereits getätigter Überweisung: Sofort die Bank anrufenund Rückbuchung beantragen. SEPA-Überweisungen können unter Umständen noch gestoppt werden, wenn sie noch nicht verarbeitet wurden.
- Anzeige bei der Polizei erstatten.
GiroCode für Profis – Massenverarbeitung
Wer nicht nur gelegentlich einen GiroCode scannt, sondern auf der anderen Seite steht – also GiroCodes für viele Rechnungen generiert – sollte über eine professionelle Lösung nachdenken.
Wann lohnt sich Automatisierung?
Wenn du regelmäßig mehr als 5–10 Rechnungen pro Monat erstellst, lohnt sich die Integration in eine Buchhaltungssoftware. Der manuelle Aufwand (GiroCode generieren, in Rechnung einbetten) summiert sich schnell zu mehreren Stunden pro Jahr.
Häufige Fragen zum GiroCode scannen
Kann ich einen GiroCode auch mit der normalen Kamera-App scannen?
Die Kamera-App kann den QR-Code lesen und den EPC-Text anzeigen, aber keine Überweisung auslösen. Du brauchst immer die Banking-App mit integriertem QR-Scanner für die Überweisung.
Was passiert, wenn ich nach dem Scan den Betrag ändere?
Du kannst den vorausgefüllten Betrag in der Überweisungsmaske jederzeit ändern. Die Banking-App lässt das zu. Ändere Beträge nur, wenn du sicher bist, dass der im QR-Code kodierte Betrag falsch ist – z. B. nach einer Gutschrift.
Funktioniert das Scannen auch bei einer schlechten Internetverbindung?
Der Scan selbst benötigt keine Internetverbindung – er läuft lokal auf dem Gerät. Für die Überweisung wird jedoch eine Verbindung zur Banking-App des Anbieters benötigt. TAN-Generierung und Übertragung benötigen Internet.
Kann ich einen GiroCode aus einer E-Mail heraus scannen?
Das hängt von der Banking-App ab. Einige Apps erlauben den Import aus dem Foto-Archiv oder als Screenshot. Am einfachsten: Rechnung als PDF öffnen, Screenshot machen, dann in der Banking-App „Aus Galerie scannen" verwenden.
Warum erkennt meine App den GiroCode nicht, obwohl andere Apps es können?
Manche Banking-Apps unterstützen nur bestimmte Versionen des EPC-Standards oder haben Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten QR-Code-Generatoren. Unser Generator erzeugt EPC-konforme Codes (Version 002), die von allen gängigen Apps unterstützt werden sollten.
Kann ich einen GiroCode mehrfach scannen und überweisen?
Ja, ein GiroCode kann beliebig oft gescannt werden. Es gibt keinen technischen Mechanismus, der doppelte Zahlungen verhindert. Als Empfänger solltest du Doppelzahlungen in der Buchhaltung erkennen und zurückbuchen.
Gibt es einen Unterschied zwischen GiroCode und SEPA-QR?
Nein, beide Begriffe bezeichnen dasselbe Format. „GiroCode" ist der deutsche Markenname, „SEPA-QR" oder „EPC-QR" beschreiben den zugrunde liegenden technischen Standard.
Muss ich nach dem Scan noch manuell etwas eingeben?
Nur wenn der GiroCode kein Betragsfeld enthält (optionales Feld). Dann muss der Betrag noch manuell eingetragen werden. Alle anderen Felder (IBAN, Name, Verwendungszweck) werden vollautomatisch ausgefüllt.
GiroCode professionell nutzen – Software-Empfehlungen
Wer GiroCodes professionell und dauerhaft auf Rechnungen einsetzen möchte, kommt früher oder später an einer guten Buchhaltungs- oder Rechnungsstellungs-Software nicht vorbei. Einen GiroCode manuell zu erstellen ist für gelegentliche Nutzung in Ordnung – bei regelmäßiger Rechnungsstellung zahlt sich eine automatisierte Lösung jedoch schnell aus.
Wir empfehlen zwei bewährte Tools, die GiroCodes nativ unterstützen:
sevDesk
sevDesk ist eine der führenden deutschen Buchhaltungssoftwares für Selbstständige und KMUs. Rechnungen mit automatisch generiertem GiroCode lassen sich in wenigen Klicks erstellen und direkt per E-Mail versenden. Die Software ist DATEV-kompatibel und unterstützt die Kleinunternehmerregelung.
sevDesk kostenlos testen *FastBill
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